Eck überreicht Bundesverdienstkreuz an Thomas Fink und Helmut Röhm

München, 6. November 2019 (stmi). Anerkennung für außergewöhnliches Engagement im Brand- und Katastrophenschutz und in der Wasserwacht: Bayerns Innenstaatssekretär Gerhard Eck hat im Bayerischen Innenministerium in München das Bundesverdienstkreuz am Bande an Thomas Fink aus Oettingen und Helmut Röhm aus Mering ausgehändigt.

Thomas Fink

Thomas Fink und Staatssekretär Eck
© Sammy Minkoff

Thomas Fink aus Oettingen, Landkreis Donau-Ries, hat sich als langjährige Feuerwehrführungskraft überdurchschnittliche Verdienste um den Brand- und Katastrophenschutz erworben. Er ist 1972 in die Freiwillige Feuerwehr Oettingen eingetreten. Von 1974 bis 1986 übte er das Amt des Jugendwartes aus und wurde 1986 zum 1. Kommandanten gewählt. Dieses Amt bekleidete er bis 2017. Zudem war er von 1986 bis 1997 Kreisbrandmeister für den Bereich Oettingen. Seit 1997 ist er Kreisbrandinspektor für den Bereich Ries. Im Jahr 2002 wurde er zusätzlich zum ständigen Vertreter des Kreisbrandrates bestellt. Mit seinem vorausschauenden Denken hat er bei unzähligen Einsätzen viele Menschenleben gerettet und Sachwerte geschützt. Stets stellt er sein Können und fachliches Wissen unter Beweis. So konnte er 2012 sehr geschickt die Evakuierung des Festivals 'Karibische Nächte' auf der Wörnitzinsel in Oettingen während eines Unwetters umsetzen. 4.000 Besucher konnten so in Sicherheit gebracht werden, ohne dass eine Person zu Schaden kam.

Ein großes Augenmerk legt er auf eine fundierte Ausbildung und Ausrüstung der ihm unterstellten Feuerwehren. Die Zusammenarbeit zwischen der Freiwilligen Feuerwehr Oettingen und der Stadt Oettingen verlief unter seiner Kommandantur immer sehr eng und absolut reibungslos. Fink schaffte es, das Team der Freiwilligen Feuerwehr immer wieder neu zu begeistern, neue Mitglieder zu gewinnen sowie die Männerdomäne Feuerwehr für Frauen zu öffnen. Der alle zwei Jahre stattfindende Historische Markt ist für Oettingen ein starker Besuchermagnet. In Zusammenarbeit mit Fink und dem Historischen Marktverein konnte ein ausgeklügeltes Sicherheitskonzept erarbeitet werden, das auch bei anderen Veranstaltungen Anwendung findet. Des Weiteren ist er seit 2004 Schatzmeister beim 'Verein Bayerisches Feuerwehrerholungsheim e. V.' in Bayerisch Gmain. In dieser Funktion nimmt er regelmäßig an den Verwaltungsratssitzungen des Vereins teil und prüft jährlich die Kasse und die Buchhaltung. Zudem ist Fink seit 1974 Mitglied im 'Fischer-Verein Oettingen 1949 e. V.'. Dort war er von 1995 bis 2003 der 2. Kassier und ist seit 2004 bis zum heutigen Zeitpunkt 1. Kassier.

Helmut Röhm

Helmut Röhm und Staatssekretär Eck
© Sammy Minkoff

Helmut Röhm aus Mering, Landkreis Aichach-Friedberg, engagiert sich seit Jahrzehnten weit über das normale Maß für die Wasserwacht in Bayern und in verschiedenen anderen Bereichen des öffentlichen Lebens. Er ist seit 1981 Mitglied der Wasserwacht Bayern. Er kam durch die Rettungsschwimmer-Ausbildung während seiner Wehrdienstableistung zu dieser Institution. Über die Jahre hat er sich zum Wasserretter, Motorbootführer, Rettungstaucher und Taucheinsatzleiter weiterbilden lassen. 1983 legte er die Prüfung zum Ausbilder Rettungsschwimmen ab. Durch seine Professionalität und seinen kommunikativen Umgang mit den Kameradinnen und Kameraden machte er auf sich aufmerksam und wurde 1993 zum stellvertretenden Vorsitzenden des Wasserwacht-Bezirks Schwaben ernannt. Anschließend war er von 1997 bis 2009 Vorsitzender. In dieser Zeit führte er einen einheitlichen Alarmplan ein und stattete die ihm nachgeordneten Wasserwacht-Gruppen mit zusätzlichem Material für Hochwassereinsätze aus. Helmut Röhm wurde 2009 zum stellvertretenden Vorsitzenden der Wasserwacht Bayern gewählt und hatte dieses Amt bis 2017 inne. Zu seinen Aufgaben gehörte unter anderem die Weiterentwicklung des Katastrophenschutzes in der Wasserwacht. Er trieb die Professionalisierung der Einsatzkräfteausbildung voran und trat für die Modernisierung der Wasserwachtausrüstung ein.

Von 2010 bis 2017 war er Mitglied des Aufsichtsrates der 'Zentralen Abrechnungsstelle für den Rettungsdienst Bayern GmbH' und von 2015 bis 2017 saß er zudem im Aufsichtsrat des Blutspende-Dienstes des Bayerischen Roten Kreuzes. Beim Deutschen Alpenverein, Sektion Mering, ist er seit 1991 dabei. Er engagiert sich dort seit 2018 als Ausbildungsreferent und Tourenleiter. Des Weiteren ist er auch noch musikalisch in verschiedenen Kapellen tätig. Sein größtes Engagement bringt er bei der Stadtkapelle Friedberg ein, bei der er seit 1989 die erste Posaune im Orchester spielt. Darüber hinaus hat er die Dirigentenprüfung des Allgäu-Schwäbischen-Musikbundes abgelegt und wurde deshalb von den Mitgliedern von 2008 bis 2013 zum stellvertretenden Dirigenten bestimmt. Bis heute ist er bei allen jährlichen Auftritten bereit, die Friedberger Stadtkapelle musikalisch zu unterstützen. Auch andere Kapellen haben ihn als Posaunist begleitet, unter anderem die Kolpingkapelle Mering, die Stadtkapelle Fürstenfeldbruck und die Musikkapelle Kissing.