Weitere Sammelrückführungen

München, 1. Oktober 2015 (stmi). Erneut hat Bayern in dieser Woche abgelehnte Asylbewerber in zwei Sammelrückführungen vom Münchner Flughafen in ihre Heimatländer Kosovo und Albanien zurückgebracht. Die Zahl der freiwilligen Ausreisen von abgelehnten Asylbewerbern aus den Balkanstaaten steigt an.

Abschiebung abgelehnter Asylbewerber
© Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr

Nach Angaben von Innenminister Joachim Herrmann befanden sich unter den insgesamt 103 Asylbewerbern auch 31 aus den neuen Ankunfts- und Rückführungseinrichtungen Manching/Ingolstadt und Bamberg. Die Einrichtungen hatten am 1. und 15. September ihren Betrieb aufgenommen. Es bewährt sich, die Asylanträge von Menschen ohne Bleibeperspektive, etwa aus den Balkanstaaten, von allen betroffenen Behörden zentral vor Ort zu bearbeiten. Auch die Zahl der freiwilligen Ausreisen von abgelehnten Asylbewerbern aus den Balkanstaaten steigt an. In den ersten drei Wochen seit Inbetriebnahme der Einrichtung in Bamberg planten bereits knapp 60 Personen freiwillige Ausreisen.

Rückführungen werden konsequent fortgesetzt

Die Zahl der bayernweiten Rückführungen in diesem Jahr erhöhte sich mit der 24. Sammelrückführung auf mehr als 2.600, die Zahl der aus Bayern freiwillig Ausgereisten liegt bei weit mehr als 7.700. „Damit sind wir bundesweit an der Spitze. Die Zahl der Sammelrückführungen werden wir aber noch weiter erhöhen. Menschen ohne Bleibeperspektive sollen wissen: In Deutschland erhalten nur wirklich politisch Verfolgte Asyl, nicht aber Menschen, die sich in Deutschland ein wirtschaftlich besseres Leben erhoffen“, so Herrmann.