Aushändigung des Verdienstkreuzes am Bande und Verleihung des Steckkreuzes

Würzburg, 21. November 2014 (stmi). Auf Vorschlag des Bayerischen Ministerpräsidenten hat der Bundespräsident Reimar Glückler, Dr. Klaus Hemprich und Dr. Klaus Linsenmeyer mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Alois Schmitt erhielt das Steckkreuz für besondere Verdienste um das Bayerische Rote Kreuz. Staatssekretär Gerhard Eck hat die Auszeichnungen in Würzburg ausgehändigt.

Verdienstkreuz am Bande
© Bundesregierung, Julia Fassbender

Mit seinen Ordensverleihungen möchte der Bundespräsident die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf hervorragende Leistungen lenken, denen er für unser Gemeinwesen besondere Bedeutung beimisst. Der Verdienstorden wird an in- und ausländische Bürgerinnen und Bürger für politische, wirtschaftlich-soziale und geistige Leistungen verliehen sowie darüber hinaus für alle besonderen Verdienste um die Bundesrepublik Deutschland, wie zum Beispiel im sozialen und karitaiven Bereich.

Das Steckkreuz wird vom Innenministerium für besondere Verdienste um das Feuerwehrwesen oder bei der Bekämpfung von Bränden oder sonstigen Notständen verliehen.

Reimar Glückler (69), Hammelburg, Landkreis Bad Kissingen

Staatssekretär Gerhard Eck händigt das Verdienstkreuz am Bande am 21. November 2014 aus: v.l. Staatssekretär Gerhard Eck, Reimar Glückler, Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer
© Regierung von Unterfranken

Reimar Glückler ist seit 1990 Stadtrat und Fraktionssprecher der Freien Wähler im Stadtrat von Hammelburg. Von 1994 bis 2002 war er Ortsbeauftragter des Stadtteils Diebach und von 1996 bis 2008 dritter Bürgermeister von Hammelburg. Seit 2008 ist Glückler zweiter Bürgermeister der Stadt. Daneben seit 2002 Kreisrat und Fraktionssprecher der Freien Wähler im Kreistag des Landkreises Bad Kissingen. 1994 stellte er als damaliger Ortssprecher von Diebach den Antrag, die vom Verfall bedrohten „Kirchgaden“ zu sanieren. Im Jahr 2004 konnte die Sanierung mit einem finanziellen Aufwand von rund 433.000 Euro abgeschlossen werden. Im Jahr 2002 wurde auf seine Initiative die Finanzierung der Generalsanierung, deren Gesamtkosten sich auf 480.000 Euro beliefen, mit auf den Weg gebracht. Des Weiteren wurde durch die Initiative Glücklers die Gestaltung des Dorfplatzes in Diebach in die Wege geleitet. Seit mehr als 5 Jahrzehnten ist er beim Bayerischen Roten Kreuz aktives, ehrenamtliches Mitglied, davon 50 Jahre als Ausbilder in Erster Hilfe. Von 1982 bis 2000 stand Glückler als Bereitschaftsleiter an der Spitze der Rot Kreuz Bereitschaft Hammelburg. Seit 62 Jahren ist er zudem Mitglied der katholischen Pfadfinderschaft und war Gründer im Förderverein der Pfadfinder Hammelburg.

Dr. Klaus Hemprich (75), Gerbrunn, Landkreis Würzburg

Staatssekretär Gerhard Eck händigt das Verdienstkreuz am Bande am 21. November 2014 aus: v.l. Staatssekretär Gerhard Eck, Dr. Klaus Hemprich, Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer
© Regierung von Unterfranken

Dr. Klaus Hemprich hat im Rahmen des Jubiläums „900 Jahre Gerbrunn“ im Jahre 2007 schon im Vorfeld sehr intensiv mit der Gemeinde bei der Zusammenstellung der Ortsgeschichte zusammengearbeitet. Sein Wirken fand schließlich in der Festschrift „900 Jahre leben in Gerbrunn“ seinen Niederschlag. Darüber hinaus stand er für Vortragsveranstaltungen zur Ortsgeschichte als Referent ehrenamtlich zur Verfügung. Viele Jahre engagierte sich Hemprich im Initiativkreis für Europäische Städtepartnerschaften Gerbrunn (IGEP). Im Rahmen dieses Wirkens war er unter anderem Beauftragter für Frankreich sowie für Themar in Thüringen. Von 1978 bis 2002 war er zudem Mitglied des Gemeinderates Gerbrunn und von 1987 bis 1992 Fraktionsvorsitzender seiner Partei. Im Jahr 2003 gründete Hemprich den Förderverein "Jerusalem-Hospital des Deutschen Ordens in Marienburg e. V.", dessen Vorsitz er übernahm. Hemprichs maßgeblichem Engagement ist es zu verdanken, dass die Europäische Kommission in Brüssel, der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, die Stadt Malbork sowie das polnische Ministerium für Kultur und Nationalerbe in Warschau das Projekt mit Zuschüssen in Höhe von insgesamt rund 440.000 Euro unterstützt haben. Im Jahre 2010 konnte das renovierte Hospiz seiner Zweckbestimmung übergeben werden. Seitdem werden dort permanent Ausstellungen und Seminare durchgeführt, an deren Vorbereitung Hemprich aktiv beteiligt ist.

Dr. Klaus Linsenmeyer (76), Höchberg, Landkreis Würzburg

Staatssekretär Gerhard Eck händigt das Verdienstkreuz am Bande am 21. November 2014 aus: v.l. Staatssekretär Gerhard Eck, Dr. Klaus Linsenmeyer, Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer
© Regierung von Unterfranken

Dr. Klaus Linsenmeyer ist ununterbrochen seit 1973 Organist bei den Gottesdiensten an der Pfarrkirche St. Johannes in Stift Haug und hat von 1973 bis zu seiner Auflösung im Jahr 1990 den Chor dieser Kirche geleitet. Darüber hinaus veranstaltet er die jährliche Konzertreihe von Mai bis Oktober in Stift Haug. Neben seiner hauptamtlichen Lehrtätigkeit als Studiendirektor für Musik am Friedrich-Koenig-Gymnasium in Würzburg hatte Linsenmeyer bis zu seiner Pensionierung einen Lehrauftrag am dortigen Hermann-Zilcher-Konservatorium und an der Musikhochschule. Im Alter von 73 Jahren nahm Linsenmeyer seine schulische Lehrtätigkeit wieder auf und unterrichtet seit Beginn des Schuljahres 2011/2012 mit einigen Stunden an der gymnasialen Oberstufe der St.-Ursula-Schule. Zum 300-jährigen Bestehen des Konvents der Ursulinen und der St.-Ursula-Schule im Jahr 2012 wirkte er engagiert mit und stellte sich auch bei Gottesdiensten und Meditationen immer wieder als Organist zur Verfügung. Außerdem unterstützte Linsenmeyer den Schulträger finanziell bei der Schulsanierung durch Erlöse aus seinen Benefizkonzerten. Linsenmeyer war Mitbegründer der Marktbreiter Rathauskonzerte und gab in den 1970er-Jahren regelmäßig Konzerte, unter anderem als Cembalist im Gartensaal der Residenz in Würzburg. Zudem war er langjähriger Rezensent musikalischer Veranstaltungen für verschiedene Zeitungen und er veröffentlichte Aufsätze in Fachzeitschriften. Mehrere Jahre war Linsenmeyer auch an der regionalen Organistenschulung des Bischöflichen Ordinariats Würzburg beteiligt und war Juror bei den Wettbewerben "Jugend musiziert". Zahlreiche Rundfunk- und Schallplattenaufnahmen, darunter über 60 Orgelaufnahmen für den Bayerischen Rundfunk in München, machten ihn im In- und Ausland bekannt.

Steckkreuz für besondere Verdienste um das Bayerische Rote Kreuz

Alois Schmitt (78), Rottendorf, Landkreis Würzburg

Staatssekretär Gerhard Eck überreicht das Steckkreuz für besondere Verdienste um das Bayerische Rote Kreuz am 21. November 2014: v.l. Staatssekretär Gerhard Eck, Alois Schmitt, Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer
© Regierung von Unterfranken

Alois Schmitt wurde bereits 1959 als Gruppenführer eingesetzt, gehörte im Jahre 1972 zu den Gründungsmitgliedern der Wasserwacht Rottendorf und übernahm 1974 den Posten als Zugführer in der BRK-Bereitschaft Rottendorf. Einige Jahre später wurde er zunächst zum stellvertretenden Kolonnenführer und 1984 schließlich zum Kolonnenführer ernannt. Diese Führungstätigkeit übte Schmitt bis 1998 aus. Von 1998 bis 2013 hatte er das Amt des Leiters für Soziale Aufgaben inne und ist seitdem als stellvertretender Leiter tätig. Zudem ist Schmitt für das Bayerische Rote Kreuz im Arbeitskreis Senioren in Rottendorf tätig. Von 1990 bis 2011 organisierte er eine Vielzahl von Blutspendeterminen in Rottendorf und Umgebung. Als Ausbilder in Erster Hilfe hat Schmitt über 30 Jahre in unzähligen Kursen Tausende von Menschen ausgebildet und dadurch so manches Menschenleben gerettet. Von 2007 bis 2008 wurde von der Bereitschaft Rottendorf das Haus der Gemeinschaften gebaut. In dieser Zeit war Schmitt täglich auf der Baustelle und hat viele hundert Stunden tatkräftig mitgeholfen.