Besuch Lokomotiven-Fabrik

München, 16. April 2014 (stmi). Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann besuchte die Lokomotiven-Fabrik der Firma Siemens in München-Allach. Der Minister informierte sich über das Werk und das weltweite Lokomotiven-Geschäft.

Verkehrsminister Joachim Herrmann besucht Siemens-Lokomotiven-Fabrik am 16. April 2014: v.l.: Michael Reichle, Siemens AG, Innenminister Joachim Herrmann
© Siemens AG

Am Standort Allach entstehen auf 24.500 Quadratmetern überdachter Produktionsfläche die Lokomotiven von Siemens, die in die ganze Welt geliefert werden. Mit insgesamt 700 Mitarbeitern durchläuft ein Fahrzeug die Phasen Fertigung, Montage und Inbetriebnahme. Auch ein Teil der Entwicklungsarbeit erfolgt in München.

Bahnland Bayern

Herrmann sagte anlässlich des Besuchs bei Siemens, dass sich der Freistaat als 'Bahnland Bayern' verstehe. Mit seiner Zuständigkeit für den Schienenpersonennahverkehr lässt Bayern mittlerweile täglich mehr als 330.000 Zugkilometer fahren – "ein einzelner Zug würde damit acht Mal die Erde umrunden". Das Bahnland Bayern stehe aber genauso für innovative und wettbewerbsfähige Bahnindustrie. Das reiche vom umtriebigen Cluster Bahntechnik in Nürnberg über eine Vielzahl von äußerst erfolgreichen Systemlieferanten bis hin zum Siemenswerk hier in München-Allach. Erfreulicherweise habe die deutsche Bahnindustrie wieder zügig Fahrt aufgenommen und letztes Jahr mit rund 15 Milliarden Euro einen neuen Auftragsrekord erzielt. "Das zeugt von ihrer Wettbewerbsfähigkeit, denn die Produkte der Branche waren insbesondere auch im Ausland sehr begehrt. Die jüngsten Großaufträge für das Lokomotivengeschäft von Siemens belegen dies."

Unterstützung für Schienenverkehr

 "Die Qualität der Infrastruktur ist zwar vergleichsweise immer noch gut, aber angesichts unserer wirtschaftlichen Stärke und Dynamik aber einfach nicht mehr ausreichend", sagte Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann.Er will deshalb die Rahmenbedingungen für die Schiene weiter verbessern. "Ich denke hier insbesondere an die Zulassungsproblematik und die langen Genehmigungszeiten." Er werde persönlich bei der Thematik auf das notwendige Tempo - auch beim Bundesverkehrsministerium - drängen. "Denn zukunftsfähige Mobilität braucht zukunftsfähige Züge und ein zukunftsfähiges Netz!" 

Der Verkehrsminister kündigte an, die Eisenbahnverkehrsunternehmen bei der Bewältigung des immer akuter werdenden Fachkräftemangels zu unterstützen. "Deshalb organisieren wir heuer am 20. Juli erstmals einen bayernweiten Bahntag an acht Standorten. Er soll die Attraktivität der Bahnen als Arbeitgeber zeigen."

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