Innenstaatssekretär Gerhard Eck mit den Geehrten
© Nicolas Rupp/Regierung von Unterfranken

Eck händigt Bundesverdienstkreuz aus

Würzburg, 2. Juli 2018 (stmi). Staatssekretär Gerhard Eck hat in der Residenz in Würzburg das Bundesverdienstkreuz am Bande an Dr. Wolfgang Drave, Wolfgang Geist, Edwin Metzler, Emil Müller und Benita Stolz ausgehändigt.

Bundesverdienstkreuz am Bande

Mit seinen Ordensverleihungen möchte der Bundespräsident die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf hervorragende Leistungen lenken, denen er für unser Gemeinwesen besondere Bedeutung beimisst. Der Verdienstorden wird an in- und ausländische Bürgerinnen und Bürger für politische, wirtschaftlich-soziale und geistige Leistungen verliehen sowie darüber hinaus für alle besonderen Verdienste um die Bundesrepublik Deutschland, wie zum Beispiel im sozialen und karitaiven Bereich.

Dr. Wolfgang Drave

Dr. Wolfgang Drave aus Grieskirchen, Oberösterreich, engagiert sich seit über 40 Jahren in der pädagogischen Entwicklung im Blindenbildungsbereich. Er hat diesen nachhaltig positiv beeinflusst und wesentlich dazu beigetragen, dass Menschen mit Sehbeeinträchtigungen schulische und berufliche Teilhabe ermöglicht wird. Als Sonderschulkonrektor und stellvertretender Schulleiter der Graf-zu-Bentheim-Schule Würzburg gehörte er zum Leitungsteam der Blindeninstitutsstiftung Würzburg. 1973 kam er als junger Lehrer zur Würzburger Blindeninstitutsstiftung. Nach seinem Studium der Sehbehinderten- und Blindenpädagogik brachte er bereits 1977 die Idee der Integration sehbehinderter beziehungsweise blinder Schüler in die Regelschule ein und setzte sich mit großer Überzeugung für deren Umsetzung ein. Er verstand die Schule als heilpädagogische Einrichtung, in der kulturelle und soziale Kompetenzen gleichwertig nebeneinander stehen. So wurden durch Fördermaßnahmen im sozialen Bereich die Jugendlichen auf eine Integration vorbereitet und konnten danach an ihre Heimatschule zurückgeführt werden. Auf dieser Grundlage wurde der erste Mobile Sonderpädagogische Dienst im Förderschwerpunkt „Sehen“ in Bayern verwirklicht. Auf seine Initiative hin wurde 1980 in Würzburg die bundesweite „Arbeitsgemeinschaft Integration“ im Verband der Blinden- und Sehbehindertenpädagogik gegründet, die bis heute das zentrale Bündnis integrativer und inklusiver Bestrebungen im Sehbehinderten- und Blindenwesen bildet. In den Jahren 1981 und 1982 wurde durch eine Augenreihenuntersuchung die Sehfähigkeit von 24.000 Schülerinnen und Schülern intensiv untersucht. Daraus resultierte sein Modellversuch „Behindertenspezifische Betreuung Sehgeschädigter in Regelschulen – ihre Bedeutung für schulische, soziale und psychische Integration“. Dieses von ihm entwickelte Forschungsprojekt wurde 1982 vom Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft sowie vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus genehmigt und gefördert. Nach seiner 1990 abgeschlossenen Promotion ließ er sich im Schuljahr 1992/93 ohne Bezüge beurlauben, um blinde Zeitzeugen des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkrieges aus ganz Deutschland zu interviewen. Die Gespräche wurden festgehalten in seinem Buch „Hier riecht’s nach Mozart und nach Tosca – Blinde Menschen erzählen ihr Leben“. Im Jahr 2006 kam es auf seine Initiative hin zur Gründung der Johann-Wilhelm-Klein-Akademie, deren Geschäftsführer er bis heute ist. Dort sind elf Bildungs- und Förderzentren des Sehbehinderten- und Blindenwesens zusammengeschossen, um die Weiterentwicklung sehbehinderten- und blindenspezifischer Bildungsanliegen zu sichern. 2015 realisierte er einen fachlichen Austausch zu Zukunftsfragen der Heil- und Sonderpädagogik. Gelungene Aktionen, die heute noch im Würzburger Stadtbild präsent sind, gehen auf seine Ideen zurück, beispielsweise die Bilder von Kindern und Jugendlichen des Blindeninstituts auf öffentlichen Verkehrsmitteln sowie Räume im Dunkeln in Containern, die aktuell auf der Landesgartenschau Erlebnisse im Dunkeln vermitteln.

Wolfgang Geist

Wolfgang Geist aus Lohr a.Main, Landkreis Main-Spessart, engagiert sich seit über vier Jahrzehnten im Bereich des Sports, insbesondere des Tischtennissports. Seit 1962 spielt er selbst aktiv Tischtennis in den Vereinen „TSV Lohr am Main e. V.“ und „TV Marktheidenfeld 1884 e. V.“ Bereits wenige Jahre nach Eintritt übernahm er Verantwortung im TSV Lohr am Main. Von 1967 bis 1973 war er Kassier und im Anschluss bis 1982 Jugendleiter des Vereins. Von 1975 bis 2013 war er dort zudem knapp 40 Jahre lang Übungsleiter Tischtennis. Parallel dazu hatte er dieses Amt von 1994 bis 2013 auch beim TV Marktheidenfeld inne. Sein Hauptaugenmerk galt dabei dem Tischtennistraining der Kinder, die er auch bei Verbandsspielen betreute. Als Abteilungsleiter Tischtennis beim TSV Lohr am Main organisierte er von 1982 bis 1994 den Spielbetrieb im Verein, war verantwortlich für die Planung der Tischtennisspielrunden und gestaltete Feiern, Feste sowie Ehrenabende. Außerdem war er für den gesamten organisatorischen Ablauf der Tischtennisabteilung zuständig und erledigte die anfallenden schriftlichen Arbeiten. Sein Engagement geht jedoch weit über die Vereinsebene hinaus: Von 1977 bis 1997 war er Spielleiter der 1. Rhöner Kreisliga der Herren im „Bayerischen Tischtennis-Verband“ (BTTV) und dort gleichzeitig auch Spielleiter der 1. Rhöner Kreisliga der Jungen. Weiterhin war er von 1978 bis 1993 als Spielleiter im Spielausschuss des Kreises Main-Spessart im BTTV im Einsatz. Seit 1997 ist er Vorsitzender des Kreises Main-Spessart im BTTV und vertritt als Delegierter dessen Belange bei Verbandssitzungen und Verbandstagen des BTTV-Bezirksrats. Durch seine Ideen und seine Aufgeschlossenheit für Neues trägt er wesentlich zur Förderung und Weiterentwicklung des Tischtennissports in Unterfranken und darüber hinaus bei. So ist er beispielsweise Mitinitiator der Homepage des Kreises Main-Spessart im BTTV, die er immer auf dem aktuellen Stand hält. Rührend sorgt er sich um die bestehenden Vereine; fördert und unterstützt zugleich die Gründung von neuen Tischtennisvereinen. Im BTTV ist er seit 1992 als Bezirksschiedsrichter verantwortlicher Leiter von Bundesliga-, Regional- und Oberligaspielen sowie seit 1997 Verbandsschiedsrichter. Für den Einzelsport der Damen und Herren war er im BTTV von 1974 bis 1982 als Fachwart im Bezirk Unterfranken tätig. Außerdem war er Kreisfachwart für Schulsport sowie Neue Medien und ist seit 2002 Kreisfachwart für Breitensport im Kreis Main-Spessart. Seit 2011 engagiert er sich zusätzlich als Lehrwart im BTTV, Bezirk Unterfranken, und kümmert sich hierbei um die Organisation der Aus- und Weiterbildung der Trainer im gesamten Bezirk. Neben diesem umfangreichen sportlichen Engagement wirkt er seit 2001 als Beisitzer im Partnerschaftsverein Lohr am Main. Dieser kümmert sich um die Kontakte der Lohrer Bürgerinnen und Bürger zu den Bürgerschaften ihrer Partnerkommunen in Europa. Darüber hinaus war er im SPD-Ortsverein Lohr am Main als Schriftführer tätig. Seit 2013 ist er Mitglied und Beisitzer der „AG 60plus“ im Vorstand des SPD-Unterbezirks Main-Spessart und ist darüber in dieser AG im SPD-Bezirksverband sowie im SPD-Landesverband Bayern aktiv.

Edwin Metzler

Edwin Metzler aus Ramsthal, Landkreis Bad Kissingen, engagiert sich seit über vier Jahrzehnten im Bereich des Jugendsports, in der Völkerverständigung, im kirchlichen und kommunalen Bereich sowie bei der Freiwilligen Feuerwehr. Bereits seit 1970 ist er im „SV Ramsthal 1921 e. V.“ in verschiedenen Bereichen und Funktionen tätig und leitet seit 1992 die Turnabteilung des Vereins. 1971 trat er der Freiwilligen Feuerwehr Ramsthal bei, absolvierte die entsprechenden Leistungsprüfungen und wurde 1976 Löschmeister. Zudem war er von 1973 bis 1978 Jugendleiter. Nach wie vor ist er Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr und steht als kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung. Seit 1990 ist er Mitglied des Gemeinderates und Jugendbeauftragter der Gemeinde Ramsthal; von 2002 bis 2008 war er 3. Bürgermeister. Er ist in verschiedenen Ausschüssen aktiv und seit 2008 außerdem Mitglied der Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft Euerdorf. Im Kreisjugendring des Landkreises Bad Kissingen war er zunächst Vorstandsmitglied im Beirat und von 1992 bis 2010 langjähriger Erster Vorsitzender. Parallel dazu trug er über einige Jahre Verantwortung als Fahrtenleiter und übt seit 1998 das Amt des Israelbeauftragten des Kreisjugendrings und des Landkreises Bad Kissingen aus. Von 1993 bis 1995 vertrat er im Vorstand des Bezirksjugendrings Unterfranken die Interessen der Jugendringe und war im Anschluss bis 1997 Vorsitzender. Durch seine umfangreiche Vorarbeit hat er die Errichtung einer Jugendbildungsstätte, die sich heute sehr erfolgreich etablieren konnte, maßgeblich unterstützt. Die Partnerschaft mit der Region Calvados in Frankreich lag ihm in seiner Amtszeit ebenfalls sehr am Herzen. Nach der erneuten Wahl in den Vorstand des Bezirksjugendrings Unterfranken war er in dieser Funktion bis 2007 unter anderem im Kuratorium der Musikakademie Hammelburg und im Jugendbeirat des Bezirks Unterfranken vertreten. Darüber hinaus war er im Bayerischen Jugendring lange Zeit als Delegierter im Hauptausschuss und von 2005 bis 2010 als Vorsitzender der Kommission „Gliederung des Bezirksjugendrings Unterfranken“ tätig. Hier setzte er sich intensiv für die Interessen der Kreis- und Stadtjugendringe ein und wirkte dabei an zahlreichen Veränderungen mit. In der Bayerischen Sportjugend hatte er ebenso verschiedene Funktionen inne. Von 1989 bis 1999 war er Vorstandsmitglied und anschließend bis 2007 Vorsitzender im Kreis Bad Kissingen. Zudem war er von 2007 bis 2015 stellvertretender Vorsitzender im Bezirk Unterfranken. Seit diesem Jahr ist er als Schatzmeister im Bayerischen Landessportverband – Bezirk Unterfranken aktiv. Sein Engagement endet jedoch nicht an Landesgrenzen. In Tamar, dem Partnerlandkreis des Landkreises Bad Kissingen in Israel, setzt er sich ebenfalls im Bereich der Jugendarbeit ein und leitet die deutsch-israelischen Jugendbegegnungen. Daneben organisiert er für den Landkreis Bad Kissingen seit 2006 die Reise zum jährlichen „Friedenslauf am Toten Meer“, der ein sportliches Zeichen für Frieden und Toleranz über politische, religiöse und kulturelle Grenzen hinweg setzen möchte. Als Vorsitzender der Jagdgenossenschaft Ramsthal engagiert er sich seit 2010 unter anderem für den Wegebau sowie für naturerhaltende Maßnahmen. Schließlich war er Mitglied des Pfarrgemeinderats Kirche Christkönig des Bundeswehr-Truppenübungsplatzes Lager Hammelburg und des Pfarrgemeinderats sowie der Kirchenverwaltung St. Vitus in Ramsthal. Er ist nach wie vor ein unermüdlicher Helfer bei Pfarrfesten, Prozessionen und allen Veranstaltungen der Kirchengemeinde von Ramsthal und darüber hin-aus.

Emil Müller

Emil Müller aus Burkardroth, Landkreis Bad Kissingen, engagiert sich seit weit über 20 Jahren im kommunalpolitischen und sozialen Bereich. Er war von 1990 bis 2008 Erster Bürgermeister des Marktes Burkardroth und dort anschließend bis 2014 Mitglied des Marktgemeinderats. Dem Kreistag des Landkreises Bad Kissingen gehört er seit 1996 an; seit 2008 übt er zudem das Amt des Stellvertreters des Landrates aus. Des Weiteren war er von 1990 bis 1996 zunächst stellvertretender Vorsitzender des Abwasserzweckverbandes Aschach-Saale und von 1996 bis 2008 dessen Vorsitzender. In den Jahren 2002 bis 2008 war er stellvertretender Vorsitzender des Kreisverbandes Bad Kissingen im Bayerischen Gemeindetag und hatte außerdem das Amt des stellvertretenden Verbandsrates für den Zweckverband Sparkasse Bad Kissingen inne. Auch im Verein „Naturpark und Biosphärenreservat Bayerische Rhön e. V.“ war er über mehrere Jahre aktiv. Anfänglich als stellvertretender Verbandsrat und von 2002 bis 2008 als Mitglied im Vorstand. Seit 2008 ist er Vertrauensperson für den Wahlausschuss zur Neuwahl der Schöffen. Im sozialen Bereich engagiert er sich seit 1994 als Vorsitzender des „Caritasverbandes für den Landkreis Bad Kissingen e. V.“. Zudem ist er seit 2012 Mitglied im Caritasrat des Diözesen-Caritasverbandes Würzburg sowie Mitglied des Caritasrates für die Region Main-Rhön, dem die Aufsicht und Kontrolle über den Vorstand obliegt. Er setzt sich in vorbildlicher Weise für die Belange und Interessen des Kreis-Caritasverbandes und dessen Weiterentwicklung zu einem modernen und effizienten Wohlfahrtsverband erin. Im Bereich der ambulanten Pflege im Landkreis Bad Kissingen hat er bereits frühzeitig auf steigende Anforderungen reagiert und durch die Einrichtung von zwei weiteren Sozialstationen in Oerlenbach und in Burkardroth ein flächendeckendes Netz von insgesamt sechs Sozialstationen aufgebaut. In seiner Funktion als Erster Vorsitzender des „Caritasverbandes für den Landkreis Bad Kissingen e. V.“ unterstützte er auch die Einführung des „Caritas-Nacht-Dienstes“. In seiner überzeugenden Art ist es ihm gelungen, dieses Projekt zusammen mit der Theresienspitalstiftung Bad Kissingen zu realisieren. Ebenso konnte er durch seinen Einsatz für die Asylsozialberatung im Landkreis Bad Kissingen auch deren Finanzierung sicherstellen. Des Weiteren hat er maßgeblich an der Sanierung des Caritasgebäudes in Bad Kissingen mitgewirkt.

Benita Stolz

Benita Stolz aus Würzburg engagiert sich seit weit über 20 Jahren im kommunalpolitischen, sozialen und kulturellen Bereich sowie im Umweltschutzbereich. Ihr Hauptaugenmerk gilt außerdem seit vielen Jahren der Erinnerungskultur. Seit 1990 ist sie Mitglied des Stadtrates von Würzburg, in dem sie von 1996 bis 2010 für die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen das Amt der stellvertretenden Vorsitzenden ausübte. Weiterhin ist sie seit 1990 Mitglied im Verbandsrat des „Zweckverbandes Abfallwirtschaft im Raum Würzburg“ und fungiert dort gleichzeitig als Vertreterin der Stadt Würzburg. 1991 trat sie in den Verein „Organische Müllabfuhr e. V.“ ein und war 1996 bis 2002 Mitglied im Vorstand. Im Jahr 2002 war sie Gründungsmitglied der „Würzburger Umwelt- und Naturstiftung e. V.“ und dort bis 2016 im Vorstand aktiv. Kenntnis- und einfallsreich, beharrlich und engagiert, brachte sie Initiativen zum Schutz von Natur und Umwelt voran. Des Weiteren war sie lange Jahre tätig als Mitglied verschiedener Aufsichtsräte, beispielsweise der Stadtwerke AG Würzburg sowie verschiedener städtischer GmbHs. Seit 2014 ist sie Aufsichtsratsmitglied des Kompostwerkes Würzburg GmbH sowie Gesellschafterin der Würzburger Solarstrom Gesellschaft. Schließlich war sie von 2001 bis 2003 Vorsitzende des Kreisverbandes Mainfranken-Rhön des Verkehrs-Clubs Deutschland. Darüber hinaus war sie von 2008 bis 2014 Verbandsrätin im „Zweckverband Mainfränkisches Museum Würzburg“, der das heutige Museum für Franken zwischenzeitlich getragen hatte. Schließlich ist sie im „Regionalen Planungsverband Würzburg“ als stellvertretendes Ausschussmitglied aktiv. Ihr Engagement ragt jedoch weit über den Tellerrand ihrer Heimat hinaus. 1998 hat sie den Verein „Würzburger Partnerkaffee“ mitgegründet, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, fair gehandelten Kaffee zu verkaufen. Verschiedenen Aktionen, wie beispielsweise dem „Eine-Welt-Forum“ und dem „Tor nach Afrika“, stand sie beratend zur Seite. In den Jahren 1995 bis 2015 arbeitete sie bei der Erneuerung der Städtepartnerschaft zwischen Würzburg und Mwanza in Tansania mit; seit dem Jahr 2000 zudem im neu gegründeten Verein „Mwanza e.V.“. Sie brachte sich in zahlreichen Projekten ein, so beispielsweise beim Einsatz für benachteiligte Frauen, in Fragen der sozialen Gerechtigkeit und beim Schüleraustausch. Seit vielen Jahren gilt ihr Hauptaugenmerk der Erinnerungsarbeit gegen das Vergessen des Unrechts an Menschen im Nationalsozialismus. So war sie 2004 an der Gründung des Arbeitskreises „Stolpersteine“ in Würzburg beteiligt, dessen Vorsitzende sie ist. Dank ihres großen Engagements gewann sie nicht nur eine große Zahl an Gruppierungen und Vereinen zur Mitarbeit, sondern auch immer wieder Paten für die Stolpersteine, die im Rahmen öffentlichkeitswirksamer Veranstaltungen verlegt werden. Maßgeblich beteiligt war sie auch an der Entwicklung des Projektes „DenkOrt Aumühle“, das an die Deportation der jüdischen Bevölkerung im Nationalsozialismus hier in Würzburg und in ganz Unterfranken erinnern soll. Im September 2017 der „DenkOrt Aumühle“ der Öffentlichkeit übergeben.