Ordensaushändigung in Erlangen

Erlangen, 9. Mai 2018 (stmi). Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat die Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland an Ulrike Debus aus Erlangen ausgehändigt.

Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland

Mit seinen Ordensverleihungen möchte der Bundespräsident die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf hervorragende Leistungen lenken, denen er für unser Gemeinwesen besondere Bedeutung beimisst. Der Verdienstorden wird an in- und ausländische Bürgerinnen und Bürger für politische, wirtschaftlich-soziale und geistige Leistungen verliehen sowie darüber hinaus für alle besonderen Verdienste um die Bundesrepublik Deutschland, wie zum Beispiel im sozialen und karitaiven Bereich.

Ulrike Debus

9. Mai 2018: Innenminister Herrmann händigt die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Ulrike Debus aus.
© Kurt Fuchs

Ulrike Debus (74) aus Erlangen hat sich mehr als 30 Jahre mit großem persönlichem Engagement für die Kirchengemeinde eingesetzt. Von 1980 an war sie sechs Jahre lang Mitarbeiterin des Frauenkreises der Evangelisch Lutherischen Kirchengemeinde Erlangen-Neustadt und übernahm 1986 dessen Leitung bis zum Jahr 2015. In dieser Zeit organisierte sie zahlreiche Treffen, zu denen auch externe Referentinnen und Referenten eingeladen wurden und vertrat die Anliegen des Frauenkreises nach außen. Unter ihrer Leitung wurden regelmäßig Ausflüge ins Erlanger Umland unternommen. Das Erstellen der Programme wurde von ihr mit viel Freude und Tatkraft umgesetzt, waren es Bildungsthemen, berühmte Dichter, Gedankenreisen in die Kulturlandschaften Deutschlands oder die Vorbereitung des Weltgebetstages der Frauen. Während ihres langjährigen Wirkens hat sie etwa 300 Programme und Einladungen entworfen. Zu den Aufgaben des Frauenkreises gehören auch soziale und karitative Projekte, beispielsweise die Übernahme einer Kinderpatenschaft. Durch ihre große Unterstützung hat sie dazu beigetragen, dass die Gruppe über Jahrzehnte ein Treffpunkt vor allem für Frauen aus der Erlanger Innenstadt war. Darüber hinaus übernahm sie weitere Ehrenämter. 1982 wurde sie in den Kirchenvorstand gewählt, dem sie bis 2006 angehörte, und war von 1990 bis 2003 Vertrauensfrau. Damit trug sie die Mitverantwortung für alles, was die Kirchengemeinde betraf, beispielsweise Gottesdienste, Konfirmandenunterricht und Kindergottesdienste. Auch in finanz- und bautechnischen Angelegenheiten oder wenn es um die Besetzung von Pfarrstellen ging, war sie eingebunden. Sie hat aktiv einen Beitrag für die Verständigung geleistet und sich damit Sympathie und Anerkennung erworben.