Verleihung des Joseph-Ströbl-Preises

München, 9. Januar 2017 (stmi). Innen- und Verkehrsstaatssekretär Gerhard Eck hat heute  gemeinsam mit Sonja Ströbl im bayerischen Innenministerium den mit 5.000 Euro dotierten 26. Joseph-Ströbl-Preis an den Journalisten Dr. Christian Schütze verliehen. Die beiden mit jeweils 2.500 Euro dotierten wissenschaftlichen Förderpreise gingen an Prof. Klaus Kompaß und Dr. Michael Seitz.

Christian Schütze, Klaus Kompaß, Arnulf Melzer, Sonja Ströbl, Michael Seitz, Gerhard Eck
© Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr

"Als leitender Redakteur der Süddeutschen Zeitung hat sich Dr. Schütze über Jahrzehnte mit verschiedensten Verkehrsfragen eingehend auseinandergesetzt und wichtige Diskussionen zur Verkehrspolitik angestoßen", betonte Eck. Besonders wichtig sei Dr. Schütze, das wachsende Mobilitätsbedürfnis mit dem Umweltschutz und immer knapper werdenden Ressourcen in Einklang zu bringen. Auch die Verkehrssicherheit spiele für ihn eine große Rolle.

"Prof. Kompaß hat sich voll und ganz der Fahrzeugsicherheit verschrieben", lobte Eck. "An wichtigen technischen Neuerungen für mehr Verkehrssicherheit war er maßgeblich beteiligt." Laut Eck war Prof. Kompaß nach seinem Studium in verschiedenen Funktionen tätig, unter anderem als Abteilungsleiter 'Fahrzeugsicherheit, Vorentwicklung und Komponentenentwicklung' bei der ehemaligen Bayerische Motoren Werke AG. Anschließend wechselte er in eine führende Position bei Autoliv Central Europe. Später kehrte er zur BMW Group zurück und ist heute Leiter der Hauptabteilung 'Fahrzeugsicherheit'. Darüber hinaus ist er inzwischen Honorarprofessor für das Fachgebiet 'Fahrerassistenzsysteme und aktive Sicherheit' an der Technischen Universität Berlin.

Gezielte Verkehrssicherheitsarbeit

Dr. Seitz hat sich an der Technischen Universität München (TUM) im Rahmen seiner Dissertation zum Thema 'Simulating pedestrian dynamics: Towards natural locomotion and psychological decision making' mit der Simulation von Fußgängerdynamiken befasst. Er untersuchte insbesondere den Einfluss psychosozialer Faktoren auf die Entscheidung der Menschen, welchen Abstand sie zur Person vor sich wählen. Die von ihm erkannten Entscheidungsmuster setzte er in mathematische Modelle für eine Software um, mit der sich dann das Verhalten von Fußgängern in unterschiedlichen Szenarien durchspielen lässt. Dazu gehört zum Beispiel, was passiert, wenn ein ICE an einem völlig überfüllten Bahnsteig einfahren soll. "Dr. Seitz hat mit seiner Forschungsarbeit wichtige Erkenntnisse gewonnen, das Verhalten von Fußgängern besser zu verstehen", fasste Eck zusammen. "Das hilft, unsere Verkehrssicherheitsarbeit noch gezielter auszurichten."

Bayern mobil - sicher ans Ziel

Die 'Joseph und Sonja Ströbl-Stiftung' an der TUM setzt sich für eine stetige Verbesserung der Verkehrssicherheit ein. Die Joseph-Ströbl-Preise werden jährlich an Journalisten oder/und Wissenschaftler verliehen, die in Sachen Verkehrssicherheit Besonderes geleistet haben. "Damit ist die Stiftung ein ganz wichtiger Partner für unser Bayerisches Verkehrssicherheitsprogramm 'Bayern mobil – sicher ans Ziel'", stellte Eck fest. Zugleich gratulierte Eck der Stiftung zum 25jährigen Jubiläum: "Bereits seit einem Vierteljahrhundert gibt der Joseph-Ströbl-Preis wertvolle Impulse für mehr Verkehrssicherheit. Herzlichen Dank für das ausgezeichnete Engagement!"