Dritte Sammelabschiebung in den Kosovo

München, 5. Mai 2015 (stmi). Weitere 68 Kosovaren wurde heute in ihr Heimatland abgeschoben. Sie waren nach Ablehnung ihrer Asylanträge nicht freiwillig ausgereist.

Abschiebung abgelehnter Asylbewerber
© Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr

Aus ganz Bayern brachte die bayerische Polizei am Vormittag die abgelehnten Asylbewerber, darunter auch Straftäter und viele allein reisende Männer, an den Flughafen München. Von dort startete die Chartermaschine in Richtung Pristina, der Hauptstadt des Kosovo. Innenminister Joachim Herrmann: "Durch diese aussichtslosen Asylanträge verlängert sich die Bearbeitungsdauer für Anträge von Menschen mit echten Asylgründen erheblich. Das ist rücksichtslos gegenüber anderen Flüchtlingen."

Fast immer unbegründet

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, das für die Entscheidung über Asylanträge zuständig ist, bearbeitet seit Mitte Februar dieses Jahres nach dem massenhaften Zustrom von Asylsuchenden aus dem Kosovo die Anträge in einem beschleunigten Verfahren. Mittlerweile ist ein großer Teil dieser Anträge abgelehnt worden, nahezu immer als offensichtlich unbegründet. Die hiergegen bei den Verwaltungsgerichten oftmals gestellten Eilanträge wurden abgelehnt, so dass die Menschen verpflichtet sind wieder aus Deutschland auszureisen.

Konsequente Sammelabschiebungen in alle Westbalkanstaaten

"Der konsequente Vollzug unserer Ausländerbehörden zeigt bereits nach kurzer Zeit Wirkung. Die Zahl aussichtsloser Anträge aus dem Kosovo ist stark gesunken. Viele der Asylbewerber reisen nach der Ablehnung ihrer Anträge wieder freiwillig aus Deutschland aus. Die Menschen im Kosovo haben zwischenzeitlich erkannt, dass sie in Deutschland kein Asylrecht erhalten. Das Geld, das sie kriminellen Banden für illegale Schleusungen geben, ist verschenktes Geld, das sie für ihr Leben im Kosovo dringend selbst benötigen", so Herrmann. "Die Sammelabschiebungen in alle Westbalkanstaaten werden weiter konsequent fortgesetzt", bekräftigt Herrmann die klare Linie der Bayerischen Staatsregierung.