Dritter Bayerischer Blitzmarathon

München, 17. April 2015 (stmi). Vom 16. bis zum 23. April 2015 führt die Bayerische Polizei den dritten Bayerischen Blitzmarathon durch. Hier finden Sie eine erste Zwischenbilanz.
Ergänzt am 24. April: Die Abschlussbilanz ist veröffentlicht.

Beim Blitzmarathon setzt die Bayerische Polizei auf modernste Technik. Staatsminister Herrmann: 'Die Bildqualität ist bei den neuen digitalen Messgeräten zur Geschwindigkeitsüberwachung deutlich besser als bei den bisherigen analogen Geräten.'
© Bayerns Polizei

Rund 2.000 Polizistinnen und Polizisten kontrollieren beim Blitzmarathon die Geschwindigkeit an mehr als 2.200 Messstellen in ganz Bayern. Ein besonderes Augenmerk gilt den Rasern auf Landstraßen. Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann: "Unser Ziel ist, das Problembewusstsein der Autofahrer für zu hohe Geschwindigkeit zu schärfen. Daher haben wir unter www.sichermobil.bayern.de die Liste mit den mehr als 2.200 Messstellen der Kontrollwoche veröffentlicht. Jeder kann sich also rechtzeitig informieren und den Fuß vom Gas nehmen!" Die Aktion ist Teil des bundesweiten Blitzmarathons, der am 16. April in ganz Deutschland stattfand. Erstmals beteiligten sich an diesem Tag auch eine Vielzahl europäischer Länder an der gemeinsamen Kontrollaktion. Die bayerische Blitzmarathonwoche ist mit dem bundesweiten Blitzmarathon abgestimmt. Durch den auf eine Woche ausgedehnten Kontrollzeitraum erhofft sich Herrmann einen noch nachhaltigeren Effekt: "Unser Ziel ist, dass sich die Verkehrsteilnehmer dauerhaft besser an die Geschwindigkeitslimits halten. Denn schon wenige Stundenkilometer zu schnell können im Ernstfall schwere Verletzungen oder gar den Tod bedeuten."

Erste Zwischenbilanz

Wie Herrmann bekannt gegeben hat, wurden am 16. April innerhalb der ersten 18 Stunden des dritten bayerischen Blitzmarathons mehr als 260.000 Fahrzeuge kontrolliert und 8.111 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt. Bayernweit waren rund 2.000 Polizisten an knapp 900 Messstellen im Einsatz. "Der überwiegende Teil der Autofahrer war langsamer unterwegs als sonst", sagte Herrmann mit Blick auf das Zwischenergebnis. "Leider mussten wir aber trotz der groß angelegten Vorankündigung wieder eine Reihe unverantwortlicher Raser aus dem Verkehr ziehen." Trauriger Spitzenreiter war ein Motorradfahrer, der mit halsbrecherischen 183 Stundenkilometern statt der erlaubten 100 auf einer Kreisstraße nahe Wendelstein in Mittelfranken unterwegs war. "Wer derart unverantwortlich sein Leben und das der anderen aufs Spiel setzt, hat auf unseren Straßen nichts mehr verloren", betonte der Verkehrsminister. Die 1.200 Euro Bußgeld, zwei Punkte in Flensburg und das dreimonatige Fahrverbot seien ein verdienter Denkzettel.

Wegen zu hoher Geschwindigkeit sterben jährlich 200 Menschen

2014 haben sich in Bayern 369.492 Verkehrsunfälle (2013: 373.031) ereignet, davon 17.180 Unfälle wegen überhöhter oder nicht angepasster Geschwindigkeit (2013: 19.658). 619 Menschen (2013: 680) sind auf Bayerns Straßen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen, davon 193 (2013: 200) wegen überhöhter oder nicht angepasster Geschwindigkeit - der "Killer Nummer Eins" auf unseren Straßen.