Kampagne K-EINBRUCH
© Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes

Mehr als 1.800 verhinderte Einbrüche im vergangenen Jahr

Bayern hat den Kampf gegen Einbrecherbanden wirksam verstärkt. In 1.816 Fällen konnte 2018 in Bayern ein Einbruch verhindert werden, davon 1.507 Fälle durch Sicherungstechnik und 309 Fälle durch aufmerksame Bürger. Das Ergebnis einer aktuellen Auswertung des Bayerischen Landeskriminalamts zeigt laut Bayerns Innenminister Joachim Herrmann ganz deutlich: "Investitionen in den Schutz der eigenen vier Wände vor Einbrechern lohnen sich in einem jeden Fall."

Aufmerksame Nachbarn

Ein großes Lob hatte der Innenminister auch für die vielen aufmerksamen Nachbarn oder Zeugen, die bei verdächtigen Beobachtungen sofort reagiert und beispielsweise die Polizei verständigt hatten. "Dadurch gingen uns 61 Einbrecher noch am Tatort oder in Tatortnähe ins Netz", erklärte Herrmann. Außerdem seien Hinweise aus der Bevölkerung über verdächtige Personen sehr hilfreich, um beispielsweise an Späher oder Hintermänner von Einbrecherbanden zu kommen.

Präventionsmaßnahmen für Privatpersonen

Wie Herrmann erläuterte, dürfte die tatsächliche Zahl der verhinderten Einbrüche deutlich höher liegen. Erfahrungsgemäß würden nicht alle Fälle gemeldet werden und sich viele Täter aufgrund der vorhandenen Sicherungstechnik erst gar nicht ans Objekt herantrauen. Der Innenminister rät, beispielsweise auf spezielle Fensterverriegelungen und Türsicherungen zu setzen: "Das ist eine günstige und wirkungsvolle Möglichkeit, die eigene Wohnung zu schützen." Jeder könne sich dazu bei den Kriminalpolizeilichen Beratungsstellen kostenlos und kompetent beraten lassen. "Auf Wunsch kommen unsere Fachberater sogar nach Hause, um vor Ort produktneutral passgenaue Lösungen anzubieten", so Herrmann.

Außerdem gebe es umfangreiche Fördermöglichkeiten für den technischen Einbruchschutz. Die Förderung erfolge über Programme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Weitere Informationen zum Förderprogramm der KfW finden Sie hier.

Äußerst geringe Einbruchsrate in Bayern

Besonders stolz ist Herrmann auf die äußerst geringe Einbruchsrate in Bayern. "Bereits im vierten Jahr in Folge ist 2018 die Zahl der Wohnungseinbrüche im Freistaat gesunken, um 13,3 Prozent auf 5.239", verdeutlichte der Minister. Die Schadenssumme ging auf 18,4 Millionen Euro zurück (2017: 21,8 Millionen Euro). Das Risiko, Opfer eines Wohnungseinbruchs zu werden, lag nach Herrmanns Worten 2018 in Bayern bei nur noch 40 Fällen pro 100.000 Einwohner (2017: 47). "Das ist wie auch schon in den Vorjahren der bundesweit niedrigste Wert", freute sich der Minister. "Einbrecher machen zu Recht einen großen Bogen um Bayern." Herrmann führt das insbesondere auf die in den letzten Jahren deutlich verstärkte Fahndungs- und Ermittlungsarbeit der Bayerischen Polizei zurück.

Informationsmaterial zum Thema Einbruch- und Diebstahlschutz

Die Polizeiliche Kriminalprävention des Bundes und der Länder bietet zahlreiches Informationsmaterial zum Thema Einbruch- und Diebstahlschutz. So informiert die Broschüre ‘Sicher Wohnen‘ über verhaltensbezogene und sicherungstechnische Möglichkeiten des Einbruchschutzes. Sie klärt über landläufige Irrtümer hinsichtlich des Täterverhaltens sowie vermeintlich ausreichender Schutzmaßnahmen auf.

Das Faltblatt ‘Ganze Sicherheit für unser Viertel‘ gibt wertvolle Hinweise für mehr Sicherheit in Ihrem Wohngebiet. Dabei wird in knapper Form beschrieben, was Verdachtsmomente für einen Wohnungseinbruch sein können, wie sich Nachbarschaftshilfe organisieren lässt, welche vorbeugenden Maßnahmen gegen Wohnungseinbruch ergriffen werden können und in welcher Weise bei Erkennen von (möglichen) Straftaten reagiert werden sollte.