Bayerisches Amphibienschutzprogramm

München, 1. Juni 2015 (stmi). Der Freistaat Bayern rüstet die 39 bedeutendsten Amphibienquerungen an Bundes- und Staatsstraßen mit stationären Schutzsystemen für die gefährdeten Tiergruppen nach.

Hinweis auf eine Gefahrenstelle durch eine Laichwanderung von Amphibien
© Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr

"Durch den Bau der Amphibientunnel und Leiteinrichtungen erhöhen wir nicht nur die Überlebensquote der Amphibien, sondern tragen auch wesentlich zur Sicherheit der freiwilligen Helfer und der Verkehrsteilnehmer bei", erläuterte Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann bei der Vorstellung der Amphibienschutzanlage an der Bundesstraße 13 für den Amphibienweg 'Sigwartskeller - Erlweiher' im Bereich der Stadt Weißenburg. BUND-Vorsitzender Hubert Weiger würdigte das Schutzprogramm: "Das gemeinsame Programm für die überregionalen Straßen hat Vorbildfunktion. Wir appellieren an Gemeinden und Landkreise, Tunnelanlagen nun auch an 50 ebenfalls landesweit wichtigen Amphibienwanderwegen an Kreis- und Gemeindestraßen zu bauen!" Für die Umsetzung des im Jahr 2010 in Zusammenarbeit von Oberster Baubehörde im Bayerischen Innenministerium, Umweltministerium und Bund Naturschutz aufgestellten Programms investiert der Freistaat Bayern rund 11,9 Millionen Euro.

Investitionsvolumen von rund 12 Millionen Euro

Das Amphibienschutzprogramm der Bayerischen Staatsbauverwaltung ist Teil des ressortübergreifenden Programms 'Natur-Vielfalt Bayern - Biodiversitätsprogramm Bayern 2030' der Bayerischen Staatsregierung. Bis Ende 2014 konnten schon 25 Maßnahmen des Amphibienschutzprogramms umgesetzt werden. Die Nachrüstung der Schutzeinrichtungen erfolgte in den meisten Fällen im Zuge von Erneuerungen des Fahrbahnbelags, Straßenverbreiterungen oder mit dem Bau neuer Geh- und Radwege. Bis Ende 2016 sollen alle 39 Maßnahmen abgeschlossen sein. Herrmann dankte den rund 6.000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern des BUND Naturschutz Bayern e.V. sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Straßenbetriebsdienstes in den Straßenmeistereien für ihre unermüdlichen Einsätze beim Einsammeln und Transportieren hunderttausender heimischer Kröten und Frösche.

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