Verdienstkreuz am Bande und BRK-Ehrenzeichen

München, 27. April 2015 (stmi). Innenminister Joachim Herrmann hat das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Anna Eder und Günter Kellermeier ausgehändigt. Außerdem verlieh er an Gabriele Bauer das Ehrenzeichen in Gold für 40-jährige Dienstzeit beim Bayerischen Roten Kreuz.

Innenminister Joachim Herrmann hat das Bundesverdienstkreuz an Anna Eder und Günter Kellermeier sowie das BRK-Ehrenzeichen in Gold an Gabriele Bauer ausgehändigt
© Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr

Das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland wird vom Bundespräsidenten verliehen. Mit seinen Ordensverleihungen möchte der Bundespräsident die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf hervorragende Leistungen lenken, denen er für unser Gemeinwesen besondere Bedeutung beimisst. Der Verdienstorden wird an in- und ausländische Bürgerinnen und Bürger für politische, wirtschaftlich-soziale und geistige Leistungen verliehen sowie darüber hinaus für alle besonderen Verdienste um die Bundesrepublik Deutschland, wie zum Beispiel im sozialen und karitativen Bereich. Mit dem BRK-Ehrenzeichen würdigt der Freistaat Bayern das Engagement der zahlreichen Ehrenamtlichen, die sich uneigennützig für unser Gemeinwohl einbringen.

Verdienstkreuz am Bande an Anna Eder

Anna Eder (65) aus Deggendorf war von 2000 bis 2012 Oberbürgermeisterin der Stadt Deggendorf. In ihrer Amtszeit als Stadträtin und Oberbürgermeisterin wurden zahlreiche für die Stadtentwicklung bedeutsame Projekte auf den Weg gebracht. Der Bau des neuen Rathauses, die verkehrsberuhigte Neugestaltung der Innenstadt sowie der Ausbau der Hochschule Deggendorf sind nur einige Meilensteine ihres engagierten Wirkens. Auch der Bau des Ganzjahresbades "Elypso", die Erweiterung der Stadthalle und die Fertigstellung weiterer Krippen- und Kindergartenplätze zählen zu ihren Leistungen. Darüber hinaus setzte sich Frau Eder für den Bau von lebenswerten Wohnungen zu erschwinglichen Preisen ein, wovon Deggendorfer Studenten und Senioren bis heute profitieren.

Als Initiatorin der Bürgerstiftung war sie von 2007 bis 2012 im Stiftungsrat aktiv. Neben diesem umfangreichen Engagement war Frau Eder auch Ortsvorsitzende der CSU und der Frauenunion Deggendorf. Ihren Erfahrungsschatz brachte sie als Aufsichtsratsvorsitzende in verschiedene städtische Gesellschaften ein und engagierte sich als Vorsitzende im Verwaltungssenat der Sparkasse und des Sparkassenzweckverbandes. Frau Eder war stellvertretende Vorsitzende im Zweckverband Donau-Hafen Deggendorf und ab 2002 Mitglied des Deggendorfer Kreistages. Als Mitglied des Bezirkstags von Niederbayern war sie in verschiedene Ausschüssen tätig und vertrat diese in zahlreichen Gremien.

Besonders erwähnenswert ist Frau Eders sozialer Einsatz für ihre Nächsten. So hatte sie verschiedene hohe Ehrenämter im Bayerischen Roten Kreuz inne und unterstützte die Notrufbereitschaft des Caritas Frauenhauses Deggendorf. Sie war Mitglied und Vorsitzende des Fördervereins Kinderkrippe am Starzenbachweg und ist seit 2008 Vorsitzende des Fördervereins der Kinderklinik am Klinikum Deggendorf. Seit 1999 ist sie Mitglied der Damengruppe bei der Werksfeuerwehr des Bezirksklinikums Mainkofen, mittlerweile als Ehrenmitglied.

Verdienstkreuz am Bande an Günter Kellermeier

Günter Kellermeier (62) aus Niederwinkling, Landkreis Straubing-Bogen, setzte sich als Personalrat in herausragender Weise für die Belange der Polizistinnen und Polizisten ein. Er war von 1984 bis zur Polizeireform im Mai 2009 Personalratsvorsitzender der Polizeidirektion Straubing und Personalratsvorsitzender des Übergangspersonalrats des Polizeipräsidiums Niederbayern. Von 2010 bis März 2013 war er stellvertretender Personalratsvorsitzender des Polizeipräsidiums Niederbayern und über viele Jahre Mitglied im Bezirkspersonalrat des Polizeipräsidiums Niederbayern/Oberpfalz. Außerdem war er Mitglied im Hauptpersonalrat des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Bau und Verkehr. Herr Kellermeier engagierte sich in den Bereichen Suizidprävention, Arbeitssicherheit und Arbeitsschutz. Gewalt gegen Polizistinnen und Polizisten, die Sicherheit auf den Autobahnen sowie das Gesundheitsmanagement waren weitere Schwerpunkte seiner Tätigkeit.

Während der Polizeireform machte er sich stark für den Standort Straubing. In all den Jahren unterstützte er die Interessen seiner Kolleginnen und Kollegen aller Laufbahngruppen auch gewerkschaftlich und besonders immer dann, wenn die dienstlichen Möglichkeiten ausgeschöpft schienen. Sein stetes Handeln war nie von Eigennutz geprägt, sondern immer auf den Erfolg für die Kolleginnen und Kollegen gerichtet.

Kellermeier trat 1973 der Wasserwacht Waltendorf bei. Dort stieß er die Errichtung einer Vereinshütte an und ist bis heute aktiver Helfer bei der Ausrichtung des 'Donauschwimmens'. 28 Jahre lang war er Mitglied im Pfarrgemeinderat Waltendorf, stellte sich als Lektor in den Dienst der Kirche und übernahm das  Amt eines Kommunionhelfers. Seit 1990 ist er Mitglied des Gemeinderats der Gemeinde Niederwinkling. Seitdem engagiert er sich im Rechnungsprüfungsausschuss, seit 2002 im Ausschuss zur Ehrung verdienter Gemeindebürger und seit 2014 im Hochwasserausschuss. Zum 1. Mai 2014 übernahem Herr Kellermeier das Amt des 2. Bürgermeisters seiner Heimatgemeinde Niederwinkling.

Ehrenzeichen in Gold für 40-jährige Dienstzeit beim Bayerischen Roten Kreuz an Gabriele Bauer

Gabriele Bauer (63) aus Rosenheim gehört seit dem 1. Juni 1974 dem BRK-Kreisverband Rosenheim an. Ihre erste Station innerhalb des BRK-Kreisverbandes war der Sozialdienst in der Stadt Rosenheim. Von Beginn an hat sie sich mit Fleiß und Begeisterung bei zahlreichen Aufgaben eingebracht. Ein Beispiel ist ihr Einsatz bei der  LKW-Brennerblockade im Februar 1984, wo sie unter winterlichen Verhältnissen die LKW-Fahrer auf der Inntalautobahn versorgt und betreut hat. Darüber hinaus hat sie sich mit dem Auf- und Ausbau des Besuchsdienstes am Rosenheimer Krankenhaus verdient gemacht.

1985 wurde sie als 'Beauftragte für Soziale Arbeit' in den Vorstand des Kreisverbandes berufen. Ihre Präsenz bei allen großen Veranstaltungen des Kreisverbandes steigerte das Ansehen des BRK erheblich und konnte viele Ehrenamtliche für die Soziale Arbeit begeistern. Im Jahre 1993 wurde Bauer für zwei Amtszeiten als 1. Stellvertretende Vorsitzende in den Kreisvorstand gewählt. Dort hat sie in acht Jahren zahlreiche Projekte entscheidend vorangebracht. Dazu zählen die Neubauten der Rot-Kreuz-Heime in Wasserburg, Prien und Rohrdorf, die Einführung der Ambulanten Krankenpflege und die Neuorganisation der Kreisgeschäftsführung.

Seit 2001 widmet sich Frau Bauer mit großer Hingabe ihren Aufgaben als berufenes Mitglied im Kreisvorstand. Trotz der vielfältigen Verpflichtungen als Oberbürgermeisterin der Stadt Rosenheim ist Bauer bei allen großen Veranstaltungen des Bayerischen Roten Kreuzes präsent. Durch ihre hoch geschätzten Grußworte gibt sie den aktiven Mitgliedern die erforderliche Wertschätzung und hat stets ein offenes Ohr für die Belange des Vorstandes, der Geschäftsführung und für jedes einzelne Mitglied. Der Kreisverband sieht in ihrem Wirken eine echte Bereicherung – ganz im Sinne der Idee und der Ideale Henry Dunants.

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