Erster bayerischer Eisenbahnempfang

Nürnberg, 7. Dezember 2014 (stmi). Am 7. Dezember 1835 fuhr zwischen Nürnberg und Fürth die erste Eisenbahn Deutschlands mit dem ‚Adler‘ an der Spitze: am 7. Dezember 2014 Anlass für den ersten bayerischen Eisenbahnempfang. Innenminister Joachim Herrmann nutzt  - auch künftig - den ‚Adler-Geburtstag‘ zu einem Rückblick und Ausblick auf die Eisenbahnentwicklung in Bayern.

Erster Bayerischer Eisenbahnempfang im DB Museum in Nürnberg am 7. Dezember 2014
© Giulia Iannicelli

Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann sieht das 'Bahnland Bayern' weiter auf der Überholspur. "Unser Bahnland Bayern ist die Nummer eins in Deutschland", so Herrmann beim ersten Bayerischen Eisenbahnempfang im DB Museum in Nürnberg. Besonders erfreulich für den Verkehrsminister ist, dass die Bahnen in Bayern heuer so pünktlich sind wie nie zuvor. "Wir sind auf einem sehr guten Weg, 2014 den bisherigen Rekordwert aus dem Jahr 2011 von 93,9 Prozent an pünktlichen Zügen im Nahverkehr zu toppen." Einen entscheidenden Beitrag dafür leiste die gestiegene Qualität des bayerischen Schienennetzes.

Milliardeninvestitionen für bayerische Schieneninfrastruktur

Insgesamt haben die DB, der Bund und Bayern 2014 rund 1,25 Milliarden Euro in die Schieneninfrastruktur investiert. Beispiele hierfür sind der Tunneldurchstich für die Umfahrung des Schwarzkopftunnels im Spessart, die Fertigstellung aller Brücken auf der VDE 8.1 Nürnberg – Erfurt, die Elektrifizierung der Strecke nach Altomünster im Münchner S-Bahn-System, der Baubeginn für die Neufahrner Kurve für die Anbindung des Münchner Flughafens an Ostbayern, der Ausbau der Stationen Mittenwald und Klais mit Blick auf den G7-Gipfel, die Fertigstellung von weiteren vier neuen Haltepunkten im Schienennahverkehr wie Petersaurach Nord sowie der barrierefreie Ausbau wichtiger Bahnhöfe wie Deggendorf, Mühldorf und Schwabach. Für 2015 werden weitere Investitionen in Höhe von rund 1,3 Milliarden Euro erwartet.

Ausbau 2015 und beständige Netzverbesserungen

Darüber hinaus wird sich Herrmann 2015 für weitere wichtige Schieneninfrastruktur-Projekte einsetzen. Das betreffe insbesondere die 'Zweite Stammstrecke' in München: "Hier muss 2015 die Finanzierungs- und Bauentscheidung fallen." Laut Herrmann werde sich in Bayern auch bei den internationalen Schienenverbindungen einiges tun. So beginnen an der Ausbaustrecke München – Zürich die ersten Maßnahmen nun auch in Deutschland. Außerdem hat der Bund zugesagt, der DB Mittel für die Ausdehnung der Vorplanungen auf der Franken-Sachsen-Magistrale auf den langen Abschnitt von Nürnberg bis Marktredwitz bereit zu stellen. Zusätzlich möchte Herrmann 2015 das Netz der bayerischen Zughalte noch enger stricken. Mit 'Traunstein-Klinikum' und 'Erlangen-Paul-Gossen-Straße' sollen im Laufe des Jahres zwei weitere neue Haltepunkte in Betrieb gehen. Zum Fahrplanwechsel am 14. Dezember werden erstmals Züge in Schonungen, Bruckmühl-Hinrichssegen und Freilassing-Hofham halten. "Unsere Devise im Bahnland Bayern ist, Züge zu den Menschen zu bringen“, so der Minister.

Bahnland Bayern: Nummer eins in Deutschland

Bayern hat deutschlandweit mit 6.000 Kilometern das umfangreichste Schienennetz, mit dem Münchner Hauptbahnhof den am stärksten frequentierten Bahnhof und mit der Münchner S-Bahn-Stammstrecke die meistbefahrenste Strecke. Außerdem ist der Freistaat mit mehr als 330.000 Zugkilometern täglich im Schienenpersonennahverkehr der größte Auftraggeber im Bahnbetrieb.

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