Elektronische Patientendokumentation im Rettungsdienst

München, 23. Juni 2014 (stmi). Innenminister Joachim Herrmann und der Präsident des Bayerischen Roten Kreuzes haben heute ein neues Telematikprojekt vorgestellt.

Innenminister Joachim Herrmann stellt das neue Projekt zur elektronischen Patientendokumentation im Rettungsdienst vor
© Schwepfinger

Über mobile Tablet-PCs kann nunmehr die gesamte Einsatzdokumentation in Rettungsfahrzeugen einheitlich elektronisch erfolgen. Die papiergebundene Dokumentation entfällt. Angefangen bei Patientendaten über logistische Daten und die Erfassung medizinischer Maßnahmen bis hin zu Notfall- und Behandlungsprotokollen: Alle Daten, die für eine effektive medizinische Erstversorgung notwendig sind, werden unmittelbar in den Rettungsfahrzeugen elektronisch erfasst und dokumentiert.

Bayernweit werden derzeit alle 1.500 Rettungsfahrzeuge mit den modernen Tablet-PCs ausgestattet. In den nächsten Wochen und Monaten werden die haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräfte in die neue Technik eingewiesen. Damit macht Bayern einen weiteren Schritt in Richtung zukunftsfähiger Rettungsdienst: Das Projekt wurde unter die ersten drei Finalisten eines eGovernment-Wettbewerbes des Berliner Zukunftskongresses in der Kategorie eHealth gewählt.

Bessere Versorgung von Verletzten

Über die elektronische Dokumentation hinaus bieten die Tablet-PCs die Möglichkeit, Prozesse in der gesamten Rettungskette zum Wohle der Patienten zu optimieren und Schnittstellen zu externen Stellen, wie beispielsweise den Krankenhäusern, zu schaffen. Damit könnten künftig Patientendaten, Vitalparameter sowie bereits durchgeführte Maßnahmen schon während des Transports elektronisch erfasst und direkt in die Krankenhäuser übermittelt werden. Mit dem Einsatz mobiler Informations- und Kommunikationstechnologien kann somit die Geschwindigkeit und die Qualität der Versorgung künftig enorm erhöht werden.