Winterdienst: Der Winter kann kommen

München, 26. November 2013 (stmi). Auch in den Wintermonaten sollen unsere Autobahnen, Bundesstraßen und Staatsstraßen möglichst sicher befahren werden können. Bei winterlichen Straßenverhältnissen ist unser Straßenbetriebsdienst daher besonders gefordert.

Winterdienst
© Bayerische Straßenbauverwaltung

Rund 2.850 Frauen und Männer „in Orange“ absolvieren jetzt im Winter bei Tag und Nacht, am Wochenende und an Feiertagen zuverlässig ihre Einsätze. Dazu stehen ihnen gut 750 Winterdienstfahrzeuge zur Verfügung. Hinzu kommen noch etwa 750 angemietete Lkws privater Unternehmer.

In einer durchschnittlichen Winterdienstsaison bringen wir rund 400.000 Tonnen Salz und knapp 100 Millionen Liter Salzsole aus. Ein Tag Winterdienst mit Volleinsatz kostet die Bayerische Straßenbauverwaltung bis zu 2 Millionen Euro - die gesamte Saison rund 125 Millionen Euro. Für die Wintersaison 2013/2014 haben wir 580.000 Tonnen Streusalz in den Streusalzlagern der Meistereien und den Zentrallagern eingelagert. Weitere 100.000 Tonnen stehen bei Bedarf über Lieferverträge zur Verfügung.

Unterstützung durch moderne Technik

Winterdienst-Koffer (WDK)
© Bayerische Straßenbauverwaltung

Mit dem „Winterdienst-Koffer (WDK)“ will die Bayerische Straßenbauverwaltung den Winterdienst noch effektiver machen. Künftig kann ein einziger Winterdiensteinsatzleiter den Räum- und Streudienst für das gesamte Gebiet der Straßen- oder Autobahnmeisterei koordinieren. Bei Fahrzeugausfällen oder bei besonderen Brennpunkten kann daher schneller ausgeholfen werden.

Was kann der Wetterdienst-Koffer?

  • Wetterinformation
    Mit dem Winterdienst-Koffer kann der Einsatzleiter aktuelle Wetterinformationen und Wetterprognosen für das gesamte Meistereigebiet abrufen und auf dieser Grundlage fundierte Einsatzentscheidungen treffen. Der Winterdienst-Koffer greift dabei unter anderem auf Messwerte und Bilder aus den eigenen Glättemeldeanlagen zurück. Zudem können die Wetterinformationen des Deutschen Wetterdienstes abgerufen werden.
     
  • Echtzeitdarstellung der Fahrzeuge
    Darüber hinaus stellt der Winterdienst-Koffer in Echtzeit den aktuellen Einsatzort der Räum- und Streufahrzeuge dar. Hierzu greift er auf die GPS-Ortung der Winterdienstfahrzeuge zu. Je nach Tätigkeit - Räumen, Streuen oder Leerfahrt - werden Fahrzeuge und Strecken mit unterschiedlichen Symbolen und Farbbändern dargestellt. Auch Einsatzdaten wie Streudichte und Streubreite werden übertragen.
     
  • Steuerzentrale
    Der Winterdienst-Koffer ist auch Steuerzentrale für den Einsatzleiter. Alle wichtigen Aktionen, die zur Auslösung und Steuerung eines Einsatzes notwendig sind, können über das Notebook ausgeführt werden. Damit ist eine zwingende Präsenz in der Straßenmeisterei nicht mehr notwendig. Dies bedeutet einen wesentlichen Zeit- und Ablaufvorteil für alle Beteiligten.

Eigenverantwortung des Autofahrers

Trotz innovativer Technologie, aktueller Wetterinformationen und moderner Fahrzeuge und Geräte kann die Bayerische Straßenbauverwaltung in den Wintermonaten keine sommerlichen Straßenverhältnisse garantieren. Insbesondere bei starken Schneefällen und Schneeverwehungen muss der Autofahrer mit einer weißen Fahrbahn rechnen. Auch bei Eisregen und Blitzeis können kurzzeitig sehr kritische Fahrbahnverhältnisse auftreten.

Deshalb geht der Appell an alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer, Ausrüstung und Fahrverhalten den winterlichen Fahrbahnverhältnissen anzupassen und vor allem keine Räumfahrzeuge zu überholen.

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