125 Jahre Arbeiter-Samariter-Bund

München, 25. Oktober 2013 (stmi). Staatssekretär Gerhard Eck gratulierte heute dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) bei dessen Zukunftskongress zu seinem 125-jährigen Bestehen: „125 Jahre Arbeiter-Samariter-Bund bedeuten 125 Jahre überaus engagierter Dienst am Mitmenschen. Helfen ist unsere Aufgabe - dieses Leitmotto hat der ASB von Anfang an in großartiger Weise mit Leben erfüllt.“

125 Jahre Dienst am Mitmenschen

1,5 Mio. Euro für die Fluthilfe in Bayern: Knut Fleckenstein, MdEP (ASB-Bundesvorsitzender, li.) und Hans-Ulrich Pfaffmann, MdL (ASB-Landesvorsitzender Bayern,re.) überreichen Staatssekretär Gerhard Eck am 25. Oktober 2013 einen symbolischen Scheck.
© ASB/M. Grübel

Eng verbunden mit der Deutschen Arbeiterbewegung haben am 29. November 1888 sechs Berliner Zimmerleute zu einem „Lehrkursus für Arbeiter über die Erste Hilfe bei Unglücksfällen“ aufgerufen. Sie waren nicht nur die Gründerväter des heutigen Samariter-Bundes, sondern haben durch ihre Initiative auch der Notfallrettung in Deutschland wesentliche Impulse gegeben.

Im Herbst 1896 gründeten Teilnehmer der Samariter-Kurse in Berlin die erste Sanitäts-Kolonne. Sie bestand aus 40 Mitgliedern, die bei Arbeiterfesten und anderen Veranstaltungen Sanitätsdienst leisteten. Dieses gute Beispiel machte schnell Schule. 20 Jahre nach Gründung der ersten ASB-Kolonnen etablierten sich überregionale Strukturen. 1909 schlossen sich die Arbeiter-Samariter-Gruppen in Berlin, Dresden, Meißen, Köln, Hamburg und Elberfeld in Magdeburg zum ASB Bundesverband zusammen.

Leistungsstarke Organisation

Gerhard Eck unterstrich beim Zukunftskongress zum Jubiläum „Wir gestalten Zukunft“ die wichtige Bedeutung des ASB im Hilfeleistungssystem und sozialen Bereich: „Hilfsorganisationen wie der Arbeiter-Samariter-Bund sind aus unserem System der öffentlichen Notfallvorsorge nicht mehr wegzudenken. Sie sind neben den Feuerwehren oder der Polizei wesentlicher Garant für die örtliche Sicherheit."

Rund 33.000 hauptamtliche und 14.000 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer engagieren sich vorbildlich bei der Rettung von Menschenleben und bringen sich auch im Pflegedienst, Katastrophenschutz, in Kindergärten oder Seniorenheimen segensreich ein.

Dank für bewundernswertes Engagement

Die wichtige Funktion des ASB im Bevölkerungsschutz hat sich bei der Hochwasserkatastrophe im Juni diesen Jahres besonders gezeigt. Hier hat der ASB eine wesentlichen Beitrag geleistet, um der Lage Herr zu werden. Aber auch nachdem die Pegel wieder gefallen waren, war ein Kriseninterventionsteam des ASB aus München in Deggendorf vor Ort und stand der betroffenen Bevölkerung zur Seite. Staatssekretär Gerhard Eck: „In ganz Deutschland haben sich mehr als 1.000 ASB-Kräfte in 160.000 Stunden unermüdlich für notleidende Mitbürgerinnen und Mitbürger eingesetzt. Dass sich der ASB auch weiterhin bei der Flutopferhilfe mit großem Einsatz engagiert, verdient allergrößte Anerkennung. Allen beteiligten Helferinnen und Helfern herzlichen Dank und Respekt.“

Spendenscheck über 1,5 Millionen Euro für Hochwassergeschädigte

Gerhard Eck erhielt aus den Händen des Bundesvorsitzenden des ASB, Knut Fleckenstein, sowie des Vorsitzenden des Landesverbandes Bayern, Hans-Ulrich Pfaffmann, einen symbolischen Spendenscheck über 1,5 Millionen Euro für die Geschädigten des Junihochwassers in Bayern. „Für diese großzügige Hilfe sage ich dem ASB und allen Spendern meinen herzlichen Dank“, so Gerhard Eck. Mit den Mitteln werden hochwassergeschädigte Familien und kleingewerbliche Betriebe in Deggendorf und der Region Passau unterstützt. Die Spendensumme setzt sich zusammen aus Spenden des Bayerischen Rundfunks und des ASB sowie aus Mitteln von Aktion Deutschland Hilft.