Parcours für mehr Sicherheit im "Arbeitsraum Straße"

Tennenlohe, 3. Mai 2013 (stmi). Jährlich ereignen sich bei den Autobahnmeistereien in Bayern über 150 Arbeitsunfälle.

Schätzen von Entfernungen, Geschwindigkeiten und Lücken im Verkehr
© Oberste Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr

In den vergangenen sechs Jahren waren sogar vier Tote zu beklagen. Vor diesem Hintergrund hat heute Bayerns Innenminister Joachim Herrmann gemeinsam mit Norbert Flach, dem Vorstandsvorsitzenden der Bayerischen Landesunfallkasse, bei der Autobahnmeisterei Tennenlohe einen neuen Trainings-Parcours für den Straßenbetriebsdienst vorgestellt. Mit dem innovativen „Parcours sicherer Arbeitsraum Straße“ lernen unsere Straßenwärterinnen und Straßenwärter, wie sie bei ihrer täglichen Arbeit mit gefährlichen Situationen noch professioneller umgehen können. Dazu gehört beispielsweise, Geschwindigkeiten und Entfernungen herannahender Fahrzeuge genauer einzuschätzen.

Der von der Bayerischen Landesunfallkasse zusammen mit der Unfallkasse Nordrhein-Westfalen entwickelte Trainings-Parcours wird nun nach und nach bei allen bayerischen Autobahnmeistereien sowie auch bei Straßenmeistereien durchgeführt. Ziel ist es, möglichst viele Straßenwärterinnen und Straßenwärter zu schulen.

Zum Schutz vor Arbeitsunfällen und für mehr Verkehrssicherheit werden auch laufend neueste Sicherungsfahrzeuge und hochwirksame Schutzausrüstungen für Straßenwärter beschafft. Dazu kommen weitere technische Schutzmaßnahmen wie unter anderem spezielle Warnschwellen, besser wahrnehmbare LED-Tafeln und CB-Funk-basierte Warnsysteme.

Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmer

Da die Aufgaben des Straßenbetriebsdienstes meist im fließenden Verkehr erledigt werden müssen, kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen. Insbesondere das oftmals rücksichtslose Verhalten anderer gefährdet die Mitarbeiter im Straßenbetriebsdienst. Der Innenminister appellierte daher an alle Verkehrsteilnehmer: "Bitte nehmen Sie Rücksicht auf unsere Straßenwärterinnen und Straßenwärter, reduzieren Sie ihr Tempo und halten Sie ausreichend Sicherheitsabstand!"